Geschichte des Tees / Wilder schwarzer Tee (Herkunft)

Wilder schwarzer Tee (Herkunft)

Wuning Wulingyan – Alter Wildtee aus den Tiefen des Jiuling-Gebirges

Wuning liegt südlich des längsten Flusses Chines, des Jangtse. Wuhan (Metropole in Zentralchina),  Jingdezhen (bekannt für feines Porzellan) und Jiujiang (zentraler Umschlagplatz für Tee über den Jangtse, s.u.) sind die in Deutschland bekanntesten Orte in der „Nähe“.

Wuning zählt seit der Han- und Tang-Dynastie zu den bedeutendsten Teeanbaugebieten der Provinz Jiangxi und war ein wichtiger Knotenpunkt der historischen Teehandelsroute „Zehntausend-Meilen-Teeweg“ (万里茶道, Wànlǐ Chádào), welche die berühmten Teeanbaugebiete Chinas mit den Märkten in Europa verband und als eine der ersten globalen Handelsrouten für Tee gilt.

Im Gebiet erheben sich die Jiuling-Berge mit ihrem höchsten Gipfel auf 1.795 Metern. Sowohl im Jiuling- als auch im Mufu-Gebirge wachsen zahlreiche uralte Teebäume, von denen viele über hundert Jahre alt sind. Die Region ist für ihre ursprünglichen Wälder, klaren Bergquellen und ihre außergewöhnliche Artenvielfalt bekannt.

Die alten Teebäume stehen verstreut in den abgelegenen Wäldern des Jiuling-Gebirges. Umhüllt von Nebel und genährt von der ursprünglichen Berglandschaft entfalten sie ihren einzigartigen Charakter. Zwischen Bambus, Farnen und alten Mischwäldern wachsen hier wilde Teebäume, deren Wurzeln tief in den mineralreichen Böden verankert sind. Das feuchte Klima, häufige Nebel und große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht schaffen ideale Bedingungen für Tees mit außergewöhnlicher Tiefe und Eleganz. Die dichten Wälder und das unwegsame Gelände machen die Ernte jedoch äußerst schwierig. Dadurch ist die Ausbeute dieses wilden Altbaumtees sehr gering – jede Tasse ist eine Rarität.

Eine so ursprüngliche Natur ist bereits kostbar. Echter Wildtee aus alten Teebäumen ist noch seltener.

Für uns beginnt guter Tee genau hier – am Ursprung.

Viele moderne Teegärten bestehen aus gleichmäßig angepflanzten Sträuchern. Die Teebäume in Wuning wachsen dagegen weitgehend in ihrer natürlichen Umgebung. Ihre Wurzeln reichen tief in den Boden und versorgen die Pflanzen mit einer Vielzahl natürlicher Mineralstoffe. Das langsame Wachstum sorgt für eine bemerkenswerte Aromakonzentration. Jede Tasse erzählt von Zeit, Geduld und Natur.

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